Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Tracheostoma

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage genutzt.

Datenschutzerklärung

Bitte Sicherheitscode übertragen
captcha

30. Januar 2020
In Lübbecke und Hüllhorst gibt es für Erwachsene mit Lungenerkrankungen drei Lungensportgruppen.
  
20. November 2019
Vor allem im Winter kann es zur Verschlechterungen der Krankheit kommen. COPD-Patienten sollten sich daher frühzeitig gegen Grippe impfen lassen.
  
29. Oktober 2019
Die Bestandteile einer Rehabilitation bei COPD sind unter anderem Schulungen, Sport- und Physiotherapie sowie Ernährungsberatung.
  
12. August 2019
COPD geht häufig mit nächtlichen Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe, einher.
  
30. Juli 2019
Hohe Temperaturen können bei Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie z. B. COPD zu einer Verschlechterung der Beschwerden führen.
  

Ein Tracheostoma ist eine chirurgische Öffnung der Luftröhre (Trachea). So wird eine künstliche Verbindung zwischen der Luftröhre bzw. den Atemwegen und der Raumluft hergestellt. Es wird die Haut im Bereich des Halses durchtrennt und die Luftröhre geöffnet. Hier wird die Trachealkanüle eingeführt und angebracht. Das Tracheostoma dient der besseren Atmung. Es gibt diese Therapie von längerer und kürzerer Dauer. Es gibt zum einen die perkutane Dilatationstracheotomie, die eine vorübergehende Maßnahme ist. Sie wird u. a. in der Intensivmedizin angewandt. Zum anderen gibt es das chirurgische Tracheostoma. Dies ist eine dauerhafte Maßnahme. Das Tracheostoma kennt man seit über 4000 Jahren.

Indikationen für ein Tracheostoma

Es gibt zahlreiche Indikationen für ein Tracheostoma. Recht häufig sind Obstruktionen, also Verengungen der Atemwege, der Grund. Dies kann durch eine Tumorerkrankung im Bereich des Kehlkopfs, des Mundes oder des Rachens der Fall sein. Auch Schwellungen, Ödeme und Stenosen kommen als ursächliche Veranlassung für ein Tracheostoma infrage. Es kann ein Tracheostoma eingesetzt werden, wenn die Stimmbänder beidseitig gelähmt sind. Die chirurgische Entfernung des Kehlkopfs macht diese Maßnahme nötig, ebenso eine anvisierte Langzeitbeatmung. Eine Beatmung kommt z. B. bei einem Schädelhirntrauma infrage. Weitere Indikationen sind: Schutz vor dem Verschlucken oder Verlegung der Atemwege im Notfall.

Das Tracheostoma muss regelmäßig gepflegt werden. So muss z. B. die Atemluft befeuchtet und gewärmt werden. Dies liegt daran, dass bei einem Tracheostoma diejenigen Teile der oberen Atemwege umgangen werden, die normalerweise dafür zuständig sind. Eine „feuchte Nase“ ist hier oft eine große Hilfe. Manchmal kommen auch Aktivbefeuchter zum Einsatz. Wenn der Patient Probleme mit dem Abhusten hat, muss Sekret abgesaugt werden. Der Wechsel des Verbands des Tracheostomas erfolgt meist einmal täglich. Eine Desinfektion muss vorgenommen werden. Der Druck des Cuffs sollte in der Regel bei 15–20 mmHG liegen. Er wird mit einem Cuffdruckmesser gemessen.