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Ratgeber Tracheostoma

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Tracheostoma
Ursachen für ein Tracheostoma

Die Hauptursache für ein Tracheostoma sind Beschwerden im Bereich der Atmung oder Verschlüsse im Bereich des Kehlkopfes, die eine eigenständige Atmung unmöglich machen. Wenn möglicherweise Speichel oder Speisen in die Luftröhre geraten könnten, kann dies ein Tracheostoma erforderlich machen. Die perkutane Dilatationstracheotomie, die meist nur für einen kurzen Zeitraum angelegt ist, kommt oft mit weniger Aufwand an Zeit und Personal aus. Nach dem Entfernen der Trachealkanüle schließt sich die Öffnung meist von selbst. Dies kann ein Vorteil bei erwünschter Heilung der Öffnung sein. Dies wird aber zum Problem beim Wechsel der Kanüle. Beim chirurgischen Tracheostoma bleibt die Öffnung stabil geöffnet, wenn die Kanüle gewechselt wird, was für den Betroffenen meist einen leichteren Wechsel der Atemkanüle bedeutet.

Ursachen für ein Tracheostoma

Ursachen für ein Tracheostoma sind Einschränkungen der Atmung, Atembeschwerden oder Atemnot. Aber nicht für alle Arten von Atembeschwerden kommt ein Tracheostoma infrage. Das Tracheostoma ist bei Störungen, Problemen und Erkrankungen der oberen Atemwegen möglich, die das eigenständige Atmen erschweren bzw. unmöglich machen. Solche Probleme können durch eine Obstruktion (Verschluss) auf Höhe des Kehlkopfes oder oberhalb davon auftreten. Wenn solche Ursachen vorliegen, kann das Tracheostoma dazu dienen, den gefährdeten Bereich zu umgehen und so die Atmung zu ermöglichen.

Zu den Ursachen für ein Tracheostoma zählt auch, zu vermeiden, dass Nahrung oder Speichel in die Luftröhre eintritt. Dies kann bei neurologischen Ursachen der Fall sein oder bei einem Tumor, wie z. B. Kehlkopfkrebs. Auch Beschwerden beim Schlucken können zu den Ursachen für ein Tracheostoma gehören. Wenn eine sogenannte endotracheale Intubation nicht möglich ist, kann ein Tracheostoma notwendig werden. Je nach dem, welche Ursachen vorliegen, kann ein Tracheostoma kurzfristig, meist ein dilatatives Tracheostoma, oder langfristig, meist ein chirurgisches Tracheostoma, eingesetzt werden.

Vorteile und Nachteile eines perkutanen dilatativen Tracheostomas

Die perkutane Dilatationstracheotomie führt seltener zu für Komplikation als das chirurgische Tracheostoma. Folgende Vorteile dieses Verfahrens sind zu beachten:

  • Das Verfahren geht oft schneller.
  • Der Personalaufwand ist bei diesem Verfahren meist geringer.

Wenn die Kanüle gezogen wurde, schließt sich die Öffnung spontan. So kann die Öffnung meist verheilen. Allerdings kann der rasche Verschluss auch ein Nachteil sein. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Kanüle versehentlich gezogen wurde. Daher sollte der Wechsel der Kanüle relativ rasch geschehen, um ein spontanes Verschließen zu verhindern. Der erste Wechsel der Trachealkanüle sollte erst nach zehn bis 14 Tagen durchgeführt werden.

Vorteile und Nachteile beim chirurgischen Tracheostoma

Da bei diesem Tracheostoma die Wand der Luftröhre (Trachea) mit der äußeren Haut des Patienten verbunden wird, bleibt bei diesem Tracheostoma die Öffnung geöffnet, wenn die Trachealkanüle ausgetauscht wird. Dadurch ist der Wechsel der Kanüle meist einfacher. Auch die Öffnung, die unterhalb der Schilddrüse angebracht wird, ist größer, was für den Betroffenen und den Pfleger oft für mehr Sicherheit beim Wechseln sorgt. Der Verschluss der Wunde dauert länger, wenn die Kanüle entfernt wurde.

Fedor Singer

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Indikationen für ein Tracheostoma

Es gibt zahlreiche Indikationen für ein Tracheostoma. Recht häufig sind Obstruktionen, also Verengungen der Atemwege, der Grund. Dies kann durch eine Tumorerkrankung im Bereich des Kehlkopfs, des Mundes oder des Rachens der Fall sein. Auch Schwellungen, Ödeme und Stenosen kommen als ursächliche Veranlassung für ein Tracheostoma infrage. Es kann ein Tracheostoma eingesetzt werden, wenn die Stimmbänder beidseitig gelähmt sind. Die chirurgische Entfernung des Kehlkopfs macht diese Maßnahme nötig, ebenso eine anvisierte Langzeitbeatmung. Eine Beatmung kommt z. B. bei einem Schädelhirntrauma infrage. Weitere Indikationen sind: Schutz vor dem Verschlucken oder Verlegung der Atemwege im Notfall.

Tracheostomie

Bei einer Tracheostomie wird nach einem Einschnitt in die Haut im Halsbereich die Luftröhre geöffnet. Die Luftröhre nennt man auch Trachea. Man unterscheidet chirurgische Tracheostomie und die perkutane Dilatationstracheostomie (PDT). Die erstere Variante dient meist für langfristig angelegte Maßnahmen der Therapie. Das Stoma wird fixiert und muss nach der Ziehung der Kanüle mit einem operativen Eingriff geschlossen werden. Die Trachealkanüle muss in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Bei der perkutanen Dilatationstracheostomie wird eine Punktion der Luftröhre von außen vorgenommen. Es gibt gecuffte und ungecuffte Trachealkanülen. Der Druck in dem kleinen Ballon aus Kunststoff, der Cuff genannt wird, muss immer wieder kontrolliert werden.

Das Tracheostoma muss regelmäßig gepflegt werden. So muss z. B. die Atemluft befeuchtet und gewärmt werden. Dies liegt daran, dass bei einem Tracheostoma diejenigen Teile der oberen Atemwege umgangen werden, die normalerweise dafür zuständig sind. Eine „feuchte Nase“ ist hier oft eine große Hilfe. Manchmal kommen auch Aktivbefeuchter zum Einsatz. Wenn der Patient Probleme mit dem Abhusten hat, muss Sekret abgesaugt werden. Der Wechsel des Verbands des Tracheostomas erfolgt meist einmal täglich. Eine Desinfektion muss vorgenommen werden. Der Druck des Cuffs sollte in der Regel bei 15–20 mmHG liegen. Er wird mit einem Cuffdruckmesser gemessen.